sofiatrip
startpunkt der reise war billigairline-bedingt die bushaltestelle u3 erdberg. natürlich wollte man sich die fahrradpauschale ersparen, und somit wurden sämtliche wägen kleinsäuberlich zerlegt in diversen rucksäcken und taschen verstaut. dass da schnell der überblick verloren geht bewies alan damit dass er seine laufräder sicherheitshalber zuhause liegen gelassen hatte. also nochmal zurück, verkehrsregeln gelten da sowieso nicht und gerade noch rechtzeitig den bus erwischt. ab nach bratislava. der flughafen dort ist nicht unbedingt riesig, und billig ist dort sowieso auch nichts, hauptsache man kann in euros bezahlen. wundersameweise funktioniert das einchecken problemlos, auch wenn so mancher das maximalgepäcksgewicht deutlich überschreitet. deutlich schlechter ergeht es alan als er grex rucksack am eingang der passkontrolle versteckt, der erhofften rektalanalyse der flughafenpolizei entgeht er trotzdem knapp. und dann heisst es warten da der flug plötzlich um 2.5h verschoben ist. dafür können wir die übriggebliebenen "refreshments" der vorherigen maschine abgreifen.
im flugzeug machen wir uns gleich einen neuen freund, den wir nicht schlafen lassen und der uns dafür beim rückflug dauerwährend nett anlächelt.
in sofia angekommen werden wir von ivan und den anderen locals in empfang genommen, und netterweise mit ihren autos zur wohnung von ivans vater chauffiert welche das hauptquartier für die nächsten 7 tage sein wird.
gleich geht es an das assimblieren der fahrräder, auch wenn die dunkelheit schon über die stadt einbricht besuchen wir gleich den sogenannten "mainspot", "the national palace of culture" an dem schon eine gute session der locals im gange ist. neben zahlreichen LEDGES um das hauptgebäude finden sich eine vielzahl von curbs, banks, stufensets und dergleichen auf dem umschliessenden platz.
wir waren nicht wenig erstaunt wie viele locals extra gekommen waren, und fleissig den spot bearbeiteten. auch ausstattungsmässig hatte sich wie wir später feststellten einiges entwickelt - durch gut organisierte grossbestellungen bei empire in den usa sind die locals durchgehend mit guten maschinen ausgerüstet.
entsprechend der maslowschen bedürfnispyramide reiht sich aber bald die nahrungssuche an erste stelle und so enden wir unweit vom mainspot bei einem takeawaychinesen. damit nichts weggeschmissen werden muss nimmt der affe die reste des mahls ansich und labt sich spätnachts und zum frühstück/mittagessen noch daran.
am nächsten tag erholt man sich erstmal von den reisestrapazen und erkundet perpedes die umliegenden spots. kaum zu glauben, denn ca 90% der spots befinden sich in einem umkreis von etwa 10 radminuten um das quartier herum. nach dem man sich appetit geholt hat gehts ab auf die strasse. wie jeden abend enden wir am hauptspot wo der tag mit nahrungsaufnahme und gemütlichen radfahren ausklingt. für andere fängt der tag jedoch mit er anschliessenden party erst richtig an. immerhin gibt es hier 2l bier in plastikflaschen um umgerechnet einen euro.
"biken ist schon auch geil, der senad kann sogar flipwhip" ertönt es an diesem abend am hauptspot. dass es sich dabei nicht bloss um eine akustische fatamorgana handelte und dass wir nicht die einzigen österreicher zu dieser zeit in sofia waren die es mitunter wegen den LEDGES nach sofia zog erzählt folgende anektdote:
an einem anderen abend (wie gesagt jeder tag endete am kulturzentrum) wurden am hauptspot noch LEDGES gegrindet, alan rutscht am rückweg noch eine weitere LEDGE bis er im flachen zustehen kommt und runter hoppt. leider hatte er unsere beobachtung nicht geteilt und so blieb er genau vor 2 polizisten stehen. da diese am vorabend 2 österreicher (inlineskater) wegen herndlrauchen festgenommen hatten war die ID-überprüfung natürlich doppelt unangenehm. dank unserer bulgarischen freunden konnte die sache jedoch auch ohne schmiergeld geklärt werden.
die temperaturen nehmen von tag zu tag zu und somit beschliessen wir einen bade(?)see etwas ausserhalb von sofia zubesuchen. die fahrt dorthin alleine war schon abenteurlich genug, schlaglöcher und offroadpassagen inklusive. vorallem maymuna und the doctor waren jedenfalls im racingmodus. der see war eine gute abwechslung zum radfahren, und auch die landschaft konnte entzücken. mittendrinnen in der idylle jagte der alan dann noch den schafen hinterher.
vermutlich gings im anschluss dann noch zum radfahren, spots gab es ja genug, LEDGES auch. und in der nacht gab es dann zu meiner freude auch immer feine party, laute hardcoremukke und zigarettenrauch im schlafzimmmer. somit verschob sich das schlafen gehen immer mehr gegen die früh und das aufstehen immer mehr richtung nachmittag. mitreisende die dem partymachen nicht ganz so gewachsen sind nutzten die radfahrfreie zeit für marktbesuche und ähnliches.
elaso macht beides und besteigt daher die angrenzente bergkette, wird beim rückweg von der dunkelheit überrascht aber schafft es im elasotempo noch rechtzeitig zum letzten bus.
in erinnerung geblieben ist auch die geburtstagsfeier von volen der uns in eine edlen cocktailbar einlud in der es auch an "fashion tv" nicht fehlte. vor dem laden wird bier getrunken und zu alans fahrrad stellung bezogen: "alan, your bike is a mess". irgendwie ist es dann besser zu flüchten, und ich muss dabei feststellen dass sich zusätzlich zu meinem patschen irgendjemand an der kettenspannung meines rades zu schaffen gemacht hat, und ab gehts nachhause. party und aggroaction. wenn man einige tage mit leuten unterwegs mit denen man normal nicht so viel zeit verbringt und diese nicht unbedingt die gleiche sicht auf dinge haben dann kann es auch mal vorkommen dass es nicht ganz rund auf einem roadtrip zugeht.
am nächsten tag ging es dann guter dinge zum LEDGE wohnblock in dem es wohl ledges in jeder grössenordnung gab, volen besiegt dann unabsichtlich ein rail im feeble grind, was jedoch für die meisten zuschauer (mich inklusive) nach totaler absicht aussah.
natürlich ging es am abend noch zum hauptspot, wo mich wie jeden abend die flyouttrains der locals beeindrucken konnten. viele hatten vom österreichischen besuch gehört und waren zum gemeinsamen fahren gekommen, die szene in sofia erschien für mich dadurch vielleicht auch immer vitaler als sie vielleicht wirklich ist, jedenfalls war das radfahren mit den locals immer sehr motivierend.
sehr gefreut habe ich mich über die existenz einer bekleidungsfirma namens "embryon-wear". zu moderaten preisen verkaufen einige der locals tshirts, pullis, gürtel und auch kappen. es kommt wohl einfach manchmal vor dass 2 verschiedene menschen die gleiche idee zu ähnlichem zeitpunkt haben, und in diesem fall ist das angebot von embryon-wear übermächtig.
radfahrmässig sind meine erinnerungen sonst nur noch nebel. es wurden jedenfalls viele LEDGES besucht und andere gute spots befahren. einer meiner lieblinge war sicher der "streetskatepark" am denkmal der sovietischen armee. neben einigen skateparkobstacles aus metal finden sich dort selbstzusammengestellte marmorcurbs, blöcke, stiegen, eine bank der ein denkmal als subbox dient usw. auf der anderen seite des denkmals befindet sich der alte zoo, ein riesiges becken aus pflastersteinen mit subboxen in verschiedenen höhen, perfekt für die tiere.
am weg von dort zum hauptspot findet man übrigens ausgezeichnete fallafel für 1.5 lew (75 eurocents). noch authentischer als ein weitere takeaway"chinese" dessen behältnisse brezeln zieren. wir haben uns also gut ernährt. kleine büdchen gibts sowieso auch überall, und bei der hitze von über 30grad war der wasser/saftverbrauch enorm. danke der locals sind wir zum glück auch nicht in jede kleine touristenfalle getappt.
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| scheduled vs estimated |
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| elaso |
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| bumhostel |
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| shoppingtour |
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| rednecktrailer |
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| zwetalookalike |
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| breakfast |
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| officebuilding |
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| kellyfamily |
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| chill out |
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| maymuna |
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| motorway |
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| suspensionbridge |
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| hampelmann |
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| streetlife II |
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| maymuna headfirst |
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| the herdboy |
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| arafat |
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| remoladi |
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| elaso concentrating |
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| maymuna sleeping |
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| streetlife |
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| interlease |
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| the 3rd eye |
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| grex built a antiparty tent |
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| living with 7 guys |
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| party party |
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| the odd couple |
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| grex in his tent |
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| onlinemanager |
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| alan at the milkbar |
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| pigeoncatcher |
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| g - icepickgrind |
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| partysupervision |
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| 3 nacked guys |
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| more party party |
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| 3 children |
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| ivan - 360 |
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| streetshop |
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| 2 women |
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| ivan - feeblegrind |
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| skyscraping |
ninji knickte dann am vorletzten abend beim fahren an der kinkLEDGE mit seinem fuss um und war ab sofort leider nur noch auf der ersatzbank.
am tag darauf hiess es dann abschied nehmen von den ersten locals die nicht direkt in sofia wohnen, die bmxjnkys und ivan traten ihre reise in ihre heimatorte an.
leider gehen unsere kräfte schön langsam zuende und so sinkt die produktivität zum letzten tag hin stetig.
der doctor zerbricht am letzten tag noch seine brille beim feeblegap, und wir besuchen die schule in der sich eine gut fahrbare bulgarische version einer jerseybarrier befindet. bei der abschlussparty zeigt uns alan ein letztes mal seine primären geschlechtsorgane.
nach einer letzten morgentlichen spaziergang zum markt und zu den trinkwasserbrunnen (das leitungswasser in sofia ist für uns nur bedingt geniessbar) werden wieder sämtliche fahrräder im gepäck verstaut, die wohnung halbwegs auf vordermann gebracht, und ab gehts zum flughafen und zurück nach bratislava/wien.
ich bemerke wie sehr ich sofia vermissen werde. die kleine aber verbundene szene, die locals - ninji, ivan, the doctor, natürlich maymuna radko wie die blume und alle anderen die uns begleitet und geholfen haben, sich zeit für uns genommen haben. eine stadt in der es mehr LEDGES als in ganz österreich gibt. vielleicht auch eine bestimmte lockerheit und freiheit die wir dort empfunden haben, abseits unseres alltags. die abfälligen vorurteile einiger bekannter sind auch nicht eingetroffen, sofia ist auf jedenfall eine weitere reise wert. grossen dank nochmal an all die locals und vorallem natürlich ninji für die unterkunft.
posted by imoht 20061002 15:15
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