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GhettoBitch Jam

– eine Schmähschrift von Pat Garret

Mein Therapeut hat mir gesagt ich soll meine Wut nicht in Schnaps ertränken oder mich ständig prügeln. Er meinte ich sollte sie kanalisieren und in kreativer Form ausleben. Jedes kleine Unrecht, jede Frechheit – egal was mich aufregte sammle ich seitdem, und scheiße sie aus. Die Scheiße nimmt verschiedenen Formen an: Hobbies, Schreiben, Malen, Filmen….heute ist es das schreiben.
Ich schreibe heute über den GhettoBitch Jam da mich bezüglich ihm einige Sachen aufregten bzw. durch ihn wieder einige Sachen bewusst wurden. Deswegen folgt hier eine lose strukturierte Ansammlungen von Punkten dich ich von mir gebe. Wen es nicht betrifft der irrt sich. Wenn es betrifft irrt sich nicht.

1)Der Jam fand auf dem APCOA Parkplatz direkt hinter dem ehemaligen Schuhski statt. Da wo im Sommer dicke schwitzende Körper auf Inlineskates und Rädern verzweifelt versuchen in Form zu bleiben und am Abend levantinische Jugendliche ihren Hormonwasserfällen hinterher hecheln. Dieser Parkplatz ist schon länger als ein ganz kommoder Spot zum radeln bekannt. Viele, Viele kleine Wellen treffen auf einige Jerseys (die eh nur der Alan mag) und einem ganz passablen Wallride (der in Realität sowieso nur eine verkappte Subbox ist). Jedes mal als wir dort waren hat der Alan auf eine bestimmte Jersey hingewiesen die an guter Position auf einem dieser Wobbel stand. Leider war ein Hohlraum dazwischen (anmerkung d redaktion: für was fahren wir offroadreifen!) aber eine gedachte Linie zeigte an das mit ein bishen Beton eine tolle VertTranny draus werden könnte. Dennoch wurde Alan immer ignoriert als er das erwähnte. Das war schon vor einem Sommer. Niemand hat ihn ernstgenommen. Erst ein Meinungsumschwung vom Thomi war nötig um bei allen anderen etwas Interesse zu wecken. Plötzlich war die Idee doch gut. Gesagt getan - siehe da, plötzlich war innerhalb von 2,3 Wochen ein Termin ausgemacht, Wasserflaschen für Zement abgefüllt und ein Trottel gefunden der den Zement kaufen, abholen und zahlen durfte. Die Tranny wurde fein. Es machte wirklich Spaß auf ihr rumzuspielen auch wenn sie vielleicht so tight wie eine minderjährige Seekuh war.
Da Jersey Barriers bekanntlich zwei Seiten haben, wurde nach dem geglücktem Experiment beschlossen noch eine Schräge zu betonieren, die aber diesmal freundlicher bzw. massenkompatibler geshapet werden sollte.
Genauso wie die ersten Bau-Aktion verlief die zweite ebenso im Schutze der experimentellen Theatergruppe, die ihr Lager auf dem gleichen Gelände aufschlug. 3 Nächte vor dem Jam wurde Trockenbeton besorgt, ein Transportgerät organisiert und 3 subersive Elemente machten sich ans ausschütten und verstreichen der weichen Masse. Als Deckung galt ein Clubbing im Theaterbereich. 100 Leute trieben sich dort herum und schauten uns zu. Mit wabbernden DnB Beatz beschallt erschien es ihnen wohl normal 3 Jugendliche um 22 Uhr nachts Beton auf einer freien Betonfläche zu verteilen.
Was würden wir bloß ohne superintellektuellen Künstlergestalten machen!?

2) Tag des Jams und ich bin als erster am Gelände. Unsere Beton“skulpturen“ machen einen guten Eindruck – kein Vandalismus, genug Zeit zum trocknen. Nach und nach trudeln die ersten Besucher ein. Das eine ist aber das es neben altbekannten Gesichtern auch die YOUNG GUNZ eintreffen. Eine kleine Gruppe beginnender Bmxer. Es gibt also Nachwuchs – das ist fein. Bisher hat man jene Gruppen nur zufällig gesehen. Auch fein ist das sie sich nicht nur dem Rampen fahren verschrieben haben sondern ihre Köpfe auch frei für kreativere Aspekte sind. Soviel dazu dass zu solchen Jams Leute kommen, aber dennoch immer nur die gleichen fahren.
Kaum angekommen beweisen sich die Jungs in dem sie mit anpacken helfen da der Jam ohne Pallettenrampen nicht das Gleiche wäre. Vielen Dank für die Hilfe…

3) Die neuen Gesichter fallen mit Hilfe und braven Fahren auf. Anders als das Äffchen oder der Geier. Sie kommen lautstark an, schieben dumme Kommentare und helfen nicht beim aufbauen. Wie denn auch – bei ihrer Ankunft steht alles schon. Der Geier stänkert wieder und zieht sich mit einem Besen und seinem Rad 200 Meter weiter zurück. Er findet dort einen „neuen Spot“ und separiert sich von den anderen ab. Er ist nur widerwillig von einer Teilnahme am gemeinsamen Fahren zu überzeugen…
Immerhin fährt er gut und überzeugt mit seiner PSP.

4) Das Beste ist ja eindeutig das am selben Tag eine Abordnung von Linzer Fahrern in Wien weilt sich aber zu gut ist zum Jam zu kommen. Stattdessen fahren sie in Oberlaa und zahlen bestimmt für 2 Stunden Radfahren in der FoamPitTRAININGSHalle der AFA 30Euro Eintritt. Freunde halt…gell…
Wer außer mir hat Lust auf Streetfahren in Linz?

5) Der Jam selbst ist ein Spaß – zumindest hat es mir sehr gut gefallen. Minuspunkte war die weiß lackierte Oberfläche die einen in der prallen Sonne teilweise „schneeblind“ machte. Das nächste Mal kümmert sich die Orga darum…versprochen!?

hää was ist das denn?
kopfsteinpflaster

ein beweisfoto dafür dass das ghettobitchjam doch kein selbstbeweihräucherungsfest der tiere ist?
crowd

über die fette funbox
mo - ollieboner


hat den weiten weg von den henkelwerken zum ghettobitch jam gefunden
das prittmännchen

das prittmännchen klebt förmlich an der wand..
prittwallride

@ghettobitchjam
effa - wallride to tabletop



6) Mein Knöchel ist eine FUT

posted by Pat Garret 20051011 00:33


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